Das Melodram in Geschichte und Aufführungspraxis

XLIII. Wissenschaftliche Arbeitstagung

9. bis 11. November 2018

Ausgehend von historischen Entwicklungen des Melodrams als Gattungstypus mit gesprochener Sprache und Instrumentalmusik nähert sich die Tagung diesem Gegenstand von der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart aus der Perspektive der musikalischen Aufführungspraxis. Ausgewählte Aspekte werden im Zusammenwirken verschiedener Disziplinen in Diskurs gebracht. Dieser zielt in der Verbindung von Wissenschaften, Musikpraxis und Sprechkunst auch auf aktuelle künstlerische Realisierungen.

Den Tagungsablauf und weitere wichtige Informationen zur Tagung finden Sie auch in der PDF-Datei zum Herunterladen:

 

Die Tagung ist vom Bundesverband Deutscher Gesangspädagogen als Fortbildungsangebot zertifiziert.

TAGUNGSABLAUF

Donnerstag, 8. November 2018

20.00 Uhr RUNDGANG
durch das Klausurgebäude und die Musikausstellung
„KlangZeitRaum – Dem Geheimnis der Musik auf der Spur“


Freitag, 9. November 2018

10.00 Uhr BEGRÜSSUNG
Dr. Christian Philipsen
Generaldirektor der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt

MUSIKALISCH-LITERARISCHE ERÖFFNUNG
„Ich gehe einem neuen Ausdruck entgegen“
Konzertmelodramen in Vertonungen von Franz Liszt, Robert Schumann, Engelbert Humperdinck, Zdeněk Fibich und Arnold Schönberg
Max-Walter Weise, Pascal Zurek und Katja Schumann – Rezitation
Sanae Zanane und Cornelia Weiß – Hammerflügel

11.00 Uhr REFERATE
Prof. Dr. Günter Schnitzler, Freiburg
„Lenore" von Bürger und Liszt. Zur Intermedialität zwischen Ballade und Konzertmelodram
Prof. Dr. Hartmut Krones, Wien
„… neue Wege der Kunst zu versuchen“. Das Melodram bei Robert Schumann und Franz Liszt

14.30 Uhr REFERATE
Prof. Dr. Ursula Kramer, Mainz/Darmstadt
Das Melodram am Hof von Hessen-Darmstadt in den 1770er/80er Jahren
Prof. Dr. Klaus Hubmann, Graz
Das „characteristische“ Klavierstück in Wien um 1800. Ein Wegbereiter des Klaviermelodrams?
Dr. Peter Larsen, Schwerin
„Du musst! du musst! und kostet‘ es mein Leben!“ – Die melodramatischen Abschnitte in Carl Eberweins Schauspielmusik zu Goethes „Faust I“
Prof. Dr. Reinhart Meyer-Kalkus, Potsdam
„Redender Gesang“ – Das Portament der Stimme in Lyrik-Rezitationen und melodramatischer Deklamation um 1800

19.30 Uhr REFERAT
Prof. Dr. Austin Glatthorn, Oberlin
„Ariadne’s“ legacy and the melodramatic sublime

LECTURE RECITAL
Prof. Susanne Scholz und Prof. Michael Hell, Graz
Georg Bendas „Ariadne auf Naxos“ – Musikalische Gestaltung und Funktion im Vergleich von vier Fassungen


Sonnabend, 10. November 2018


9.00 Uhr REFERATE
Barbara Babić M.A., Wien
Melodram versus mélodrame. Zur Parodie des Melodrams am Beginn des 19. Jahrhunderts
Prof. Dr. Jens Hesselager, Kopenhagen

Between a rock and a hard place: Melodrama and melodrama techniques in early nineteenth century Denmark
Prof. Dr. habil. Alina Żórawska-Witkowska, Warschau
Zu Melodramen aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts in Polen unter besonderer Berücksichtigung ausgewählter Werke von Józef Elsner
Dr. Anna Ryszka-Komarnicka, Warschau
Melodrama in the oeuvre of Karol Kurpiński – as a genre or compositional technique within opera, occasional compositions and other smaller dramatico-lyrical works

13.45 Uhr REFERATE
Prof. Dr. Kathrin Eberl-Ruf, Halle
Das Konzertmelodram bei Richard Strauss: populärer „Gelegenheitsschund“?
Prof. Dr. Mathias Scharinger, Marburg
Sprache und Musik aus der Sicht der Neurokognition: Sprechen, Singen, und Melodie als verbindendes Element

GESPRÄCHSKONZERT
Katja Schumann, Stuttgart (Rezitation) und Cornelia Weiß, München (Klavier)
Künstlerische Freiheit im Melodram –
Interpretationsmöglichkeiten des (Noten-)Textes in der Romantik und Moderne
mit Konzertmelodramen in Vertonungen von Friedrich Nietzsche, Andreas N. Tarkmann, Cornelia Weiß, Heinrich Gattermeyer und Christoph J. Keller

REFERATE
Prof. Dr. Jobst P. Fricke, Köln
Sprache und Orchesterklang. Wie ist es möglich, dass man beides hört?
Prof. Dr. phil. habil. Uwe Hollmach, München/Halle
Theatralisches Sprechen im Zeitgeist

19.30 Uhr MICHAELSTEINER KLOSTERKONZERT
Verlassen? Auf diesem Felsen?
Sinfonien von Georg Anton Benda und Wenzel Birck
Szenische Aufführung: „Ariadne auf Naxos“ von Georg Anton Benda und Johann Christian Brandes

Alida Bohnen
– Ariadne; Max Ranft – Theseus; Annou Reiners – Oreade
Schauspieler des Instituts Schauspiel und
Barockorchester des Instituts für Alte Musik und Aufführungspraxis
der Kunstuniversität Graz
Susanne Scholz
und Michael Hell – Musikalische Leitung


Sonntag, 11. November 2018

9.00 Uhr REFERATE
Prof. Dr. Herbert Schneider, Saarbrücken
Vom „Cabaret artistique“ Aristide Bruants zum Konzertsaal und zur Oper. Die Revolutionierung der musikalischen Deklamation und ihrer Notierung
Prof. Dr. Friedrich Geiger, Hamburg

Melodramen mit Sprechchor im 20. Jahrhundert

RECITAL
Pascal Zurek und Sanae Zanane, Stuttgart
Songs aus Peter Maxwell Davies, Eight Songs of a Mad King (1969)

REFERATE
Anne-May Krüger, Basel
„Nicht zum singen bestimmt“ – Zur vokalen Aufführungspraxis von Arnold Schönbergs „Pierrot lunaire“ und Peter Maxwell Davies‘ „Eight Songs for a Mad King“
Prof. Dr. Thomas Seedorf, Karlsruhe/Freiburg
Die Kunst des „bel parlare“. Über die „Sprechmelodie“ in Alban Bergs Oper „Wozzeck“

ca. 13.00 Uhr Abschluss

Stand 11.10.2018 – Änderungen vorbehalten –

Tickets für Tagungsteilnehmer

3-Tages-Karte vom 09. bis 11.11.2018:
25,00 € / 15,00 € für Schüler/Studenten
Tageskarte:
15,00 € / 10,00 € für Schüler/Studenten

Studenten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg können an der Tagung kostenfrei teilnehmen. Bitte melden Sie sich jeweils im Tagungsbüro unter Vorlage Ihres Studentenausweises an.

Tickets können Sie auf www.reservix.de erwerben.
 
Das Konzert während der Tagung ist nicht im Ticketpreis für die Konferenzteilnahme enthalten. Karten erhalten Sie unter www.reservix.de oder an der Museumskasse.
 

Übernachtung

In unmittelbarer Nähe des Klosters Michaelstein befindet sich das Hotel „Zum Klosterfischer“: Telefon +49(0)3944-351114. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten vermittelt die Touristinformation Blankenburg: Telefon +49(0)3944-362260, touristinfo@blankenburg.de.

Verpflegung

Während der Konferenz haben Sie die Möglichkeit, Mahlzeiten (Mittagessen, Abendessen) im Hotel und Gasthaus „Zum Weißen Mönch“ einzunehmen. Bitte teilen Sie dem Gasthaus Ihre Verpflegungswünsche direkt mit: Telefon +49(0)3944-3671452.

Kontakt

Kulturstiftung Sachsen-Anhalt
Kloster Michaelstein
Marina Salomon
Michaelstein15
38889 Blankenburg (Harz)

E-Mail: marina.salomon@kulturstiftung-st.de
Telefon: +49(0)3944-90 30 29
Fax: +49(0)3944-90 30 30