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Brass Band very britsh  Von Georg Friedrich Händel bis Elton John

Kurs-Nummer:18115

Beginn:17.08.2018 17:00 Uhr

Ende:19.08.2018 16:00 Uhr

Anmeldeschluss:20.07.2018

Preise

Der ermäßigte Preis gilt für Schüler, Studenten und Erwerbslose (gegen Vorlage eines gültigen Nachweises) sowie für alle Teilnehmer mit Wohnsitz in Sachsen-Anhalt (in dem Fall ist kein zusätzlicher Nachweis erforderlich).

KategoriePreis
Kurspreis (voll)85,00 EUR
Kurspreis (erm.)75,00 EUR

Beschreibung

Ambitionierte Blechbläser mit verschiedenen musikalischen Wurzeln stellen sich der Herausforderung, innerhalb von 2,5 Tagen klanglich zu einer "beseelten Orgel" zu verschmelzen und parallel eine musikalische Bandbreite zu entwickeln, die sich bestenfalls mit der Dynamik italienischer Sportwagen vergleichen lässt. Über alle Genregrenzen hinweg werden mit Musizierfreude und Enthusiasmus die Möglichkeiten des Instrumentariums ausgelotet. Atemloses Staunen ob der neuen klanglichen Eindrücke und Gänsehautmomente ob des innigen Musizierens sind garantiert!
Das Musizieren in einer Brass Band nach britischem Vorbild ist in Deutschland ein (noch) weitgehend exotisches Unterfangen. Ca. 30 Blechbläser und Schlagzeuger ziehen alle Register ihres Könnens, um möglichst kultiviert und klangvoll aber auch rasant und explosiv einen Parforceritt quer durch die Musikgeschichte mit all ihren Stilrichtungen zu unternehmen. Tief verwurzelt in der britischen Tradition der Bergwerksorchester, aber auch des sakralen Musizierens in den Brass Bands der Heilsarmee, etablierte sich Mitte des 19. Jahrhunderts in England eine eigenständige Musikrichtung deren Facettenreichtum und Vielseitigkeit bis heute ihresgleichen sucht. Markenzeichen dieser intensiven und berührenden Form des Musizierens sind kammermusikalisches Spiel in orchestraler Besetzung, unglaubliche klangliche Homogenität, gewaltige dynamische Unterschiede und dabei zentral immer die Suche nach dem großen musikalischen Bogen. Im klanglichen Anspruch sinfonisch, dabei höchst unterhaltsam für Publikum und Interpreten und ohne jegliche musikalische Berührungsängste - mit diesem Ziel startet das Kurswochenende "Very british - von G.F. Händel bis Elton John".

Übernachtung und Verpflegung
Nach der Anmeldung für das Seminar können Sie Übernachtung und Verpflegung im "Gasthaus zum Weißen Mönch" über diesen Link bestellen. Dort sind einige Zimmer zu vergünstigten Konditionen für Sie reserviert. Nach dem Anmeldeschluss werden freie Zimmer anderweitig vergeben.

Dozent(inn)en

Alexander Richter, Jena (Dirigent/Registerproben/Dozent hohes Blech)

Schon im Alter von 9 Jahren unternahm der in Jena geborene Alexander Richter erste musikalische Gehversuche im damaligen Fanfarenorchester Carl Zeiss Jena. Nach zunächst mäßigem Erfolg auf der Blockflöte, stellten sich mit dem Wechsel zur Trompete schnell erste Fortschritte ein. Als Preisträger diverser Nachwuchswettbewerbe führte sein Weg zielgerichtet zum Studium als Diplomorchestermusiker, zunächst zu Professor Peter Michael Krämer und Tobias Willner (Staatskapelle Dresden) an die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig (Deutschland), später dann im Konzertexamen zu Erich Rinner (Münchner Philharmoniker) ans Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck (Österreich) und als Privatstudent zu Bo Nilsson nach Malmö (Schweden). In diesen Jahren war er Mitglied des Erasmus Brass Ensembles, Solotrompeter des Schleswig Holstein Festival Orchesters, der Internationalen Jungen Orchesterakademie Bayreuth und des European Philharmonic Orchestra. Neben seiner hauptberuflichen Anstellung als Solotrompeter am Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau übernahm er im Jahr 2005 die Leitung der Brass Band BlechKLANG, deren Entwicklung er seitdem maßgeblich prägt und gestaltet. 2008 führte er die Band bei der 1. Deutschen Brass Band Meisterschaft zum Titelgewinn in der Mittelstufe und damit in die bis dato zweithöchste deutsche Stärkeklasse. Mit seinem umfangreichen musikpädagogischen Engagement, vor allem an der von ihm mitgegründeten Orchesterschule KLANGwelt, und als gerngesehener Gastdirigent und Dozent bei verschiedenen sinfonischen Blasorchestern und Brass Bands ist er bestrebt, der nächsten Generationen junger Musikerinnen und Musiker das nötige Handwerkszeug mit auf den Weg zu geben. In seiner Funktion als Vizepräsident und Vorsitzender der Musikkommission des 2016 gegründeten Deutschen Brass Band Verbandes engagiert sich Alexander Richter auch für die Etablierung arbeitsfähiger und zukunftssicherer Strukturen auf Verbandsebene um damit die Entwicklung der deutschen Brass Band Szene nachhaltig voranzutreiben.
Patricio Cosentino, Jena (Registerproben/Dozent tiefes Blech)

Patricio Cosentino (geb. 1980 in Buenos Aires - Argentinien) ist wohl einer der aktivsten Musiker Südamerikas und hat sich als Solist, Dozent und Dirigent international etabliert. Er absolvierte sein Studium an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar (Deutschland) bei Prof. Walter Hilgers. Während des Studiums war er Stipendiat des DAAD. Nach Anstellungen am Orchester Theater La Plata, Buenos Aires, Sinfonieorchester Salta und den Dortmunder Philharmonikern wurde er im Jahr 2009 in das Nationale Sinfonieorchester Argentiniens berufen und erhielt die erste Professur für Tuba überhaupt im eigenen Land. Seine Aktivitäten als Pädagoge, Solist, Kammermusiker und Dirigent führten ihn im vergangenen Jahrzehnt u.a. nach Lateinamerika, Mittel- und Nordamerika und auch in den europäischen Raum. Er ist Mitglied des Enrique Crespo Brass Ensembles, des Blechbläserquintetts Pampa Brass und des Dispar Trio. Seit Jahren arbeitet Patricio Cosentino eng mit zahlreichen südamerikanischen Komponisten zusammen, um das Repertoire für Euphonium und Tuba konsequent zu erweitern. Das Ergebnis dieser Pionierarbeit zeigt sich in aktuell über 250 neuen Kompositionen und Arrangements für Blechbläserensemble von Komponisten aus Argentinien, Uruguay, Paraguay, Chile, Peru, Brasilien und Kolumbien. Als musikalischer Botschafter Südamerikas nahm er im Jahr 2015 seine erste Solo-CD “Sudamérica Vibra” mit neuer Musik für Euphonium und Tuba auf. Seit 2012 widmet er sich, parallel zu seiner Solo-Karriere, intensiv der Ausbildung junger Musikerinnen und Musiker mit einem Lehrauftrag an der Brass Band Academy Alicante (Spanien). Während eines Meisterkurses 2014 in Deutschland erfolgte sodann die Einladung, zukünftig als Dirigent die Entwicklung der Brass Band BlechKLANG mit seinen internationalen Erfahrungen nachhaltig zu unterstützen. Auch dieser neuen Herausforderung stellt er sich voll Enthusiasmus und der ihm eigenen Energie. Patricio Cosentino ist Buffet Crampon “Artist” und spielt folgende Instrumente: F-Tuba B&S Selected Edition, B-Tuba 197 und Es-Tuba Besson Sovereign 681.