Silvio Dalla Torre - Rostock

Silvio Dalla Torre stammt aus einer deutsch-italienischen Familie und wurde in Kempten / Allgäu geboren. Nach dem Musikstudium in Augsburg, München und Wien wirkte er 20 Jahre lang als Solo-Kontrabassist von Opern- und Sinfonieorchestern in Deutschland, der Schweiz und Belgien. Er unterrichtete als Lehrbeauftragter an der Musikhochschule Detmold und war in mehreren von ihm gegründeten Kammermusikensembles aktiv.

2002 beendete Dalla Torre seine Orchester- laufbahn zugunsten einer Professur für Kontrabass und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock. Seine umfangreichen Studien und Analysen "historischer und moderner Kontrabass-Spieltechniken" führten zur Etablierung einer inzwischen vieldiskutierten Methode, die er unter Einbeziehung verschiedenster Einflüsse entwickelt hat.

Dalla Torre gab Meisterklassen in Deutschland und im europäischen Ausland, in den USA, Kanada und China. Als Kammermusiker und Solist ist er international tätig, sowohl mit Kontrabass als auch Bassetto. Dabei handelt es sich um eine historische Bassvioline in Quintstimmung, an deren Erforschung und Rekonstruktion Dalla Torre maßgeblich beteiligt war und mit der er 2005 die weltweit erste CD-Einspielung vorgelegt hat. Ein großangelegtes musikalisches und humanitäres Projekt führte ihn 2011 in den Kongo, wo er den Dokumentarfilm "KINSHASA MULTICOULEUR" drehte.

Silvio Dalla Torre gründete 2004 den "sidatoverlag" für Printmedien, 2011 "sidatomedia" für multimediale Inhalte. Er war mehrfach Juror internationaler Wettbewerbe und wirkt journalistisch mit Fachartikeln zu vielfältigen Themen rund um den Kontrabass. 2007 wurde Dalla Torre zum musikalischen Direktor der "Internationalen Kontrabasswoche" des Klosters Michaelstein ernannt. Anfang 2008 wurde die Veranstaltung mit über 50 Kontrabassisten aus aller Welt unter ihrem neuen Namen "Kontrabass-Kaleidoskop Michaelstein" erstmals unter seiner Leitung durchgeführt. Dalla Torre hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu einer Begegnung der vielfältigen Kontrabass-Spielkulturen beizutragen und sieht dafür im "Kontrabass-Kaleidoskop" ein buntes Forum, das bereits nach kurzer Zeit einen festen Platz in der internationalen Kontrabass-Szene einnehmen konnte.